Weltweite Reisewarnung bleibt bestehen

Da die Voraussetzungen für Reisen ins Ausland noch nicht wieder gegeben

sind, verlängert die Bundesregierung die weltweite Reisewarnung für

nicht notwendige touristische Reisen bis 14.6.2020. Bei Reisen im Inland gelten

die Regeln der Bundesländer. Bei allen eventuellen Reisen gilt es die Kontaktbeschränkungen

und Abstandsregeln einzuhalten.

Ob die Stornierung einer gebuchten Reise möglich ist, kann nicht pauschal

beantwortet werden, denn die Situationen sind vielfältig. Entscheidend

ist unter anderem, ob es sich um eine Pauschal- oder Individualreise handelt,

ob es ins In- oder Ausland geht und welche Verkehrsmittel genutzt werden.

Wenn zum Reisezeitpunkt "unvermeidbare außergewöhnliche Umstände"

oder "höhere Gewalt" vorliegen, also Umstände, die bei der

Buchung nicht vorhersehbar waren - wie z. B. die Corona-Pandemie -, sollte die

Reise kostenlos stornierbar sein.

Bei Auslandsreisen gilt die vom Auswärtigen Amt verhängte weltweite

Reisewarnung als "höhere Gewalt". Derzeit ist noch nicht absehbar,

wie lange diese aufrechterhalten werden muss (zzt. bis zum 14.6.2020).

Für Reisen innerhalb Deutschlands müssen ebenfalls entsprechende

außergewöhnliche Umstände vorliegen, die zum kostenfreien Rücktritt

von einem Reisevertrag berechtigen. Zur Beurteilung, ob diese Umstände

vorliegen, können die Äußerungen der zuständigen Behörden

in den Bundesländern herangezogen werden.

Entscheidend für die Stornierung geplanter Urlaube (z. B. des Sommerurlaubs)

sind die Umstände der "höheren Gewalt" zum Reisezeitpunkt.

Ist beispielsweise der Urlaub erst in einigen Wochen oder Monaten geplant, kann

nicht ohne Weiteres auf eine kostenfreie Stornierung vertraut werden. Die reine

Angst an Covid 19 zu erkranken reicht nicht aus, um eine Reise kostenfrei abzusagen.

Sagt hingegen der Reiseveranstalter die Reise von sich aus ab, muss er den Reisepreis

erstatten.