Hilfsprogramme zur Bewältigung der Corona-Auswirkungen

Neben den steuerlichen Erleichterungen für die von der Corona-Virus-Epidemie

Betroffenen wurden weitere Maßnahmen in die Wege geleitet, die es Unternehmen

erleichtern sollen, durch die Krise zu kommen. Dazu gehören:

Kurzarbeitergeld: Für den Erhalt der Arbeitsplätze wurde die

Kurzarbeiter-Regelung angepasst. Betroffene Unternehmen können sich Lohnkosten

und Sozialabgaben von der Bundesagentur für Arbeit erstatten lassen. Anfallende

Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden

zu 100 % erstattet. Leiharbeitnehmer sind künftig eingeschlossen und es

müssen nur 10 % der Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen sein, damit

die Regelungen greifen.

Liquiditätshilfen durch KfW-Kredite: Zur Ausstattung der durch

die Corona-Krise unverschuldet in Finanznöte geratenen Unternehmen mit

Finanzmitteln erweiterte die Bundesregierung die bestehenden Programme für

Liquiditätshilfen, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten

zu erleichtern. Detaillierte Informationen zu den Krediten gibt Ihnen Ihre Hausbank.

Einen Überblick finden Sie auf www.kfw.de.

Liquiditätshilfen durch Zuschüsse: Neben den KfW-Krediten

können Kleinstunternehmen, sog. Solo-Selbstständigen und Künstler

- unter weiteren Voraussetzungen z. B. bei Existenzbedrohung, Liquiditätsengpass

- auf Förderprogramme des Bundes und der einzelnen Bundesländer in

Form von Zuschüssen zugreifen. Dabei dürfen die jeweiligen Unternehmen

vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen und der

Schadenseintritt muss nach dem 11.3.2020 erfolgt sein.

Der - nicht zurückzuzahlende - Zuschuss des Bundes für Betriebe,

die bis zu 5 Mitarbeiter beschäftigen, beträgt zunächst bis zu 9.000

€ bzw. für Betriebe bis zu 10 Mitarbeitern bis zu 15.000 € für

drei Monate. Eine Bedürftigkeitsprüfung erfolgt nachträglich.

Neben den Bundeszuschüssen kann auf Zuschussprogramme aus den jeweiligen

Bundesländern in unterschiedlicher Ausprägung zugegriffen werden.

Export: Für die Exportwirtschaft will der Bund mit Garantien (sog.

Hermesdeckungen) eine flexible, effektive und umfassende Unterstützung

bereitstellen.

Sozialversicherungsbeiträge: Sozialversicherungsbeiträge dürfen

- auf Antrag - dann gestundet werden, wenn die sofortige Einziehung mit erheblichen

Härten für das Unternehmen verbunden wäre und der Anspruch durch

die Stundung nicht gefährdet wird - z. B. bei Zahlungsschwierigkeiten die

nicht nur vorübergehend sind.