Beschränkung bei Mahnkostenpauschale

Mit Urteil vom 26.6.2019 entschied der Bundesgerichtshof, dass Unternehmen

nicht alle Kos­ten, die durch die Erstellung von Mahnungen entstehen, über

die Mahngebühren auf den Kunden abwälzen dürfen. Die Mahngebühren

können unter bestimmten Bedingungen pauschal festgelegt werden, dabei ist

jedoch die Höhe abhängig von dem zu erwartenden Schaden. Nur die Druckkosten,

die Kosten für die Kuvertierung, die Frankierung und Versendung sind umlagefähig.

Anfallende Personalkosten muss der Kunde dagegen nicht zahlen. Verzugszinsen

darf ein Unternehmen ebenfalls nicht geltend machen, denn diese werden nicht

durch die Mahnung verursacht. Bei Einrechnung nicht ersatzfähiger Kosten

in die Schadenspauschale ist die entsprechende Klausel unwirksam.