Hausratversicherung - Unmittelbarkeit zwischen Naturgewalt und dem Schadenseintritt

Die in der Hausratsversicherung geforderte Unmittelbarkeit zwischen einer Naturgewalt

und dem Schadenseintritt ist nicht gegeben, wenn es durch Wassereintritt zu

Schimmelbildung kommt, der wiederum eingelagerte Gegenstände beschädigt.

In einem vom Oberlandesgericht Dresden (OLG) entschiedenen Fall meldete ein

Hausbesitzer seiner Hausratversicherung, dass es im Keller zwischen Mai und

Herbst einen Überschwemmungsschaden gegeben hatte. Nach Wasseransammlungen

auf dem Grundstück gelangte Wasser über einen Riss in der Hausaußenhaut

in den Keller. Dadurch kam es zu einer erhöhten Feuchtigkeit im Keller.

Es bildete sich Schimmel, was zu einer Beschädigung von im Keller aufbewahrten

Gegenständen führte.

Die Versicherung lehnte die Schadensregelung

ab, da es an der Unmittelbarkeit der Naturgewalt und dem Eintritt des Schadens

fehlte. Die OLG-Richter entschieden zugunsten der Versicherung.