Arbeitsrechtliche Haftung des Arbeitnehmers für ordnungsgemäßes Fahrtenbuch

Stellt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer einen Pkw auch zur privaten Nutzung

zur Verfügung, so kann der Arbeitnehmer die Versteuerung des privaten Nutzungsvorteils

entweder durch die 1-%-Regelung oder Fahrtenbuchmethode wählen. Ergeben

sich zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber arbeitsrechtliche Schwierigkeiten,

hat dies u. U. auch Auswirkungen auf die Versteuerung der privaten Nutzung.

Wählt der Arbeitnehmer die Besteuerungsmethode über das Fahrtenbuch,

so muss er selbst für eine ordnungsgemäße Führung desselben

sorgen. Eine Verpflichtung des Arbeitgebers, den Arbeitnehmer auf etwaige Defizite

bei der Führung von Fahrtenbüchern hinzuweisen, besteht nicht.

Grundsätzlich muss der Arbeitgeber die Einkommensteuer durch Abzug vom

Arbeitslohn für Rechnung des Arbeitnehmers, der alleiniger Steuerschuldner

ist, einbehalten. Kommt der Arbeitnehmer seiner Verpflichtung aus der Führung

eines Fahrtenbuchs nicht nach, kann der Arbeitgeber die Versteuerung auch nach

der 1-%-Regelung vornehmen, auch wenn diese für den Arbeitnehmer von Nachteil

ist. Das hat das Bundesarbeitsgericht am 17.10.2018 entschieden.