Fahrtickets als steuerfreie Gehaltsbestandteile für Arbeitnehmer

Arbeitgeber haben durch steuer- und sozialabgabenfreie Gehaltsbestandteile

die Möglichkeit, ihren Arbeitnehmern mehr entgeltliche Vorteile zukommen

zu lassen. Dazu gehören nunmehr auch Fahrtickets für öffentliche

Verkehrsmittel. Diese gelten auch für Minijobber.

Das Fahrticket - sog. Jobtickets - gehört nicht zu den Sachbezügen

mit der Monatsgrenze von 44 €, sondern kommt dem Arbeitnehmer zusätzlich

zugute. Damit das Fahrticket steuerfrei zur Verfügung gestellt wird, muss

es jedoch neben dem normalen Arbeitslohn erbracht werden, es darf demnach keine

Gehaltsumwandlung vorliegen.

Das Jobticket gilt für alle beruflichen, aber auch für private Fahrten

mit Ausnahme bei IC, ICE, EC und Fernbussen und Luftverkehr. Begünstigt

sind demnach grundsätzlich alle Angebote des öffentlichen Personennahverkehrs.

Dies gilt selbst dann, wenn die Tickets übertragbar sind oder für

Mitfahrer gelten. Eine individuelle Beförderung z. B. mit Taxis oder Charterbussen

fällt nicht unter die Vergünstigung.

Es gilt jedoch zu beachten, dass das Ticket auf die Entfernungspauschale in

der Steuererklärung angerechnet wird, selbst wenn es tatsächlich gar

nicht für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt wird.

Für wen sich die Entfernungspauschale steuerlich mehr lohnt und wer auf

diese nicht verzichten will, der sollte gegebenenfalls auf das Fahrticket verzichten.

Anmerkung: Mit dem Jahressteuergesetz 2020 plant der Gesetzgeber eine

Pauschalierungsmöglichkeit mit einer Pauschalsteuer in Höhe von 25

%, bei dem das Jobticket dann nicht mehr auf die Entfernungspauschale angerechnet

wird.