Abzugsbeschränkung von Kosten für häusliches Arbeitszimmer

Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sowie die Kosten der

Ausstattung können als Betriebsausgaben oder Werbungskosten steuerlich

angesetzt werden, wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit

kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Die Höhe der abziehbaren

Aufwendungen ist dann gesetzlich auf 1.250 € begrenzt. Die Beschränkung

der Höhe nach gilt nicht, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten

betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet.

Entsprechend können für das Arbeitszimmer die anfallenden Kosten

wie Schuldzinsen, Gebäudeabschreibung, Müllabfuhrgebühren oder

Stromkosten anteilig angesetzt werden. Der Anteil berechnet sich nach der Fläche

des Arbeitszimmers im Verhältnis zur übrigen Wohnfläche.

Der Bundesfinanzhof (BFH) schränkt nunmehr mit Urteil vom 14.5.2019 die

Kosten, die als Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer angesetzt

werden können, ein. Im entschiedenen Fall renovierte ein Steuerpflichtiger

das Badezimmer und den Flur umfassend. Die dabei entstandenen Kosten setzte

er in der Gewinnermittlung anteilig für das Arbeitszimmer an; sie wurden

jedoch vom Finanzamt nicht berücksichtigt. Diese Ansicht spiegelt sich

auch in der Entscheidung des BFH wieder.

Grundsätzlich dürfen Renovierungsarbeiten zwar anteilig für

das Arbeitszimmer berücksichtigt werden, aber nur, wenn diese auf das gesamte

Haus bzw. die gesamte Wohnfläche entfallen. Bei dem Steuerpflichtigen wurden

jedoch Räume renoviert, welche fast nur der privaten Nutzung dienen.

Anmerkung: Der BFH verwies das Urteil an die Vorinstanz zurück,

weil im entschiedenen Fall auch noch Kosten für Arbeiten an Rollläden

des Hauses anfielen, die von ihm nicht zugeordnet werde konnten. Werden diese

nur in einem fast ausschließlich privat genutzten Raum montiert, so ist

auch hier ein Abzug im Rahmen der Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer

nicht möglich.