TERMINSACHE: Zuordnung eines gemischt genutzten Gegenstands/Gebäudes zum Unternehmen

Die Zuordnung eines gemischt genutzten Gegenstands zum Unternehmen - mit entsprechender

Vorsteuerabzugsberechtigung - erfordert eine durch Beweisanzeichen gestützte

Zuordnungsentscheidung, die zeitnah zu dokumentieren ist.

Der Bundesfinanzhof hat in mehreren Entscheidungen geklärt, dass die Zuordnungsentscheidung

spätestens und mit endgültiger Wirkung in einer "zeitnah"

erstellten Umsatzsteuererklärung für das Jahr, in das der Leistungsbezug

fällt, nach außen dokumentiert werden kann. Eine zeitnahe Dokumentation

kann gegenüber dem zuständigen Finanzamt erfolgen. Der letztmögliche

Zeitpunkt hierfür war bis 2018 der 31. Mai des Folgejahres. Nachdem die

gesetzliche Abgabefrist für Steuererklärungen aber um zwei Monate

verlängert worden ist, gilt nun der 31. Juli des Folgejahres. Eine frühere

Zuordnung im Rahmen einer USt-Voranmeldung ist natürlich ebenfalls möglich.

Bitte beachten Sie! Von dieser Regelung sind z. B. Pkw, Gebäude

und Photovoltaikanlagen betroffen.