BMF reagiert auf Steuernachforderungen bei Onlinehändlern

Die Finanzverwaltung sah bei Onlinehändlern, die Onlinemarketing unter

Einschaltung von nicht in Deutschland ansässigen Unternehmen betreiben,

dies nicht mehr als Dienstleistung, sondern als "Nutzungsüberlassung

von Rechten und ähnlichen Erfahrungen" an. Danach wären Einkünfte

mit einem Steuersatz von 15 % quellensteuerpflichtig.

Nachdem bereits das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für

Heimat mit einer Pressemitteilung Entwarnung gegeben hat, äußert

sich auch das Bundesfinanzministerium dazu. Danach unterliegen Vergütungen,

die ausländische Plattformbetreiber und Internetdienstleister für

die Platzierung oder Vermittlung von elektronischer Werbung auf Internetseiten

erhalten, nicht dem Steuerabzug.

Das gilt - in allen offenen Fällen - für Entgelte für Werbung

bei Anfragen in Online-Suchmaschinen, über Vermittlungsplattformen, für

Social-Media-Werbung, Bannerwerbung und vergleichbare sonstige Onlinewerbung

und unabhängig davon, unter welchen Voraussetzungen die Vergütung

aufgrund des konkreten Vertragsverhältnisses anfällt (z. B. Cost per

Click, Cost per Order oder Cost per Mille, Revenue Share).