Mehrfachbeschäftigungen bei 450-€-Jobbern

Minijobber dürfen monatlich bis zu 450 € verdienen. Diese Grenze

gilt nicht nur für den klassischen 450-€-Minijob, sondern auch für

die Prüfung der Berufsmäßigkeit bei kurzfristigen Minijobs.

In der Praxis kommt es aber häufig vor, dass mehrere Minijobs nebeneinander

ausgeübt werden. Hier gilt es ein paar Spielregeln zu beachten.

Minijob neben kurzfristigem Minijob: Hier gilt der Grundsatz, dass nur

Beschäftigungen derselben Art zusammenzurechnen sind. Ein Beschäftigter

kann einen 450-€-Minijob neben einem kurzfristigen Minijob ausüben.

Bei der Prüfung der Einhaltung der Entgeltgrenze sind auch nur die Arbeitsentgelte

mehrerer nebeneinander ausgeübter 450-€- oder kurzfristiger Minijobs

zusammenzurechnen.

Minijobwechsel innerhalb eines Kalendermonats: Endet ein Minijob im

Laufe eines Kalendermonats und wird anschließend bei einem anderen Arbeitgeber

ein Minijob aufgenommen, erfolgt für diesen Monat keine Zusammenrechnung

der Arbeitsentgelte.

Mehrere Minijobs ausschließlich im selben Kalendermonat: Werden

mehrere Minijobs oder kurzfristige Minijobs aufgenommen, die jeweils in demselben

Kalendermonat beginnen und enden, wird das Entgelt der Minijobs zusammengerechnet.

Wird die Grenze von 450 € überschritten, so ist der später aufgenommene

Job kein 450-€-Minijob beziehungsweise kein kurzfristiger Minijob. Dies

gilt auch dann, wenn die Minijobs bei unterschiedlichen Arbeitgebern ausgeübt

werden.