Steuernachforderungen bei Onlinehändler?

Die Finanzverwaltung in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sieht

bei Onlinehändlern, die Onlinemarketing unter Einschaltung von nicht in

Deutschland ansässigen Unternehmen betreiben, dies nicht mehr als Dienstleistung,

sondern als "Nutzungsüberlassung von Rechten und ähnlichen Erfahrungen".

Danach wären Einkünfte mit einem Steuersatz von 15 % quellensteuerpflichtig.

In der Praxis gibt es erhebliche Widerstände gegen diese "sachfremde"

Einschätzung, die zu massiver Verunsicherung innerhalb der deutschen E-Commerce-Wirtschaft

führt. So wird erwartet, dass das Bundesfinanzministerium mit einem klarstellende

Schreiben reagiert, da ansonsten den Unternehmen nur jahrelange Klagen vor den

Finanzgerichten bis hin zum Bundesfinanzhof drohen.