Dienstwagenbesteuerung von Elektro- und extern aufladbaren Hybrid-Elektrofahrzeugen

Nutzen Steuerpflichtige ein betriebliches Kraftfahrzeug auch für private

Zwecke, müssen sie diesen Nutzungsvorteil als Entnahme oder geldwerten

Vorteil versteuern. Die Höhe dieses Vorteils wird mit der sog. Listenpreisregelung

ermittelt und beträgt grundsätzlich 1 % des inländischen Bruttolistenpreises

des Kraftfahrzeugs im Zeitpunkt der Erstzulassung für jeden Monat der Nutzung/Nutzungsmöglichkeit.

Durch die Neuregelungen des Gesetzes zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen

beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher

Vorschriften wird bei Elektro- und extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen

der Vorteil aus der Nutzung solcher Fahrzeuge nur noch zur Hälfte besteuert.

Das gilt für Hybridelektrokraftfahrzeuge nur dann, wenn diese eine Kohlendioxidemission

von höchstens 50 Gramm je gefahrenen Kilometer haben oder deren rein elektrische

Reichweite mindestens 40 Kilometer beträgt. Führt der Steuerpflichtige

ein Fahrtenbuch, werden die Aufwendungen, die auf die Anschaffung entfallen

(z. B. Abschreibungen oder Leasingraten), bei der Ermittlung der Gesamtkosten

nur zur Hälfte berücksichtigt.

Anmerkung: Der Anreiz wird für Fahrzeuge gewährt, die im Zeitraum

vom 1.1.2019 bis zum 31.12.2021 angeschafft, geleast oder erstmalig zur

privaten Nutzung überlassen werden. Für Fahrzeuge, die davor oder

danach angeschafft oder geleast werden, gilt der bisherige Nachteilsausgleich

(z. B. Abzug der Batteriekosten vom Bruttopreis) weiter.