Keine zeitliche Änderung bei kurzfristig Beschäftigten

"Kurzfristige Minijobs" sind begehrt bei Arbeitnehmern, insbesondere

auch bei Ferienjobbern und deren Arbeitgebern. Sozialversicherungsrechtlich

sind sie nicht - wie die regulären Minijobs - auf 450 € im Monat begrenzt;

auf den Verdienst kommt es bei einem kurzfristigen Minijob nicht an. Sie sind

in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung versicherungs-

und beitragsfrei.

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Tätigkeit eines

Arbeitnehmers im Laufe eines Kalenderjahres im Voraus auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage

begrenzt ist. Ursprünglich sollte die Regelung auf 4 Jahre für

die Zeit vom 1.2.2015 bis zum 31.12.2018 begrenzt sein und dann wieder die alten

Tätigkeitszeiten gelten. Bis zum 31.12.2014 galten 50 Tage und 2 Monate.

Nach Informationen der Minijobzentrale bleiben die Zeiten von 3 Monaten oder

70 Arbeitstagen - vorbehaltlich der erwarteten Zustimmung durch den Gesetzgeber

- auch weiterhin bestehen.

Anmerkung: Die Versteuerung erfolgt grundsätzlich nach den individuellen

Lohnsteuerabzugsmerkmalen. Der Arbeitgeber kann die Lohnsteuer auch pauschal

mit 25 % des Arbeitsentgelts zzgl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer

erheben, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen.