Entfernungspauschale deckt auch die Kosten für Behandlungs- und Krankenhausaufenthalt

Aufwendungen des Arbeitnehmers für die Wege zwischen Wohnung und erster

Tätigkeitsstätte sind Werbungskosten. Zur Abgeltung dieser Aufwendungen

ist für jeden Arbeitstag, an dem der Arbeitnehmer die erste Tätigkeitsstätte

aufsucht, eine Entfernungspauschale für jeden vollen Kilometer der Entfernung

zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte von 0,30 € anzusetzen.

Mit der Entfernungspauschale sind "sämtliche Aufwendungen" abgegolten,

die durch die Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte veranlasst

sind.

Eine Ausnahme sieht das Gesetz allein für solche Aufwendungen vor, die

durch die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel anfallen. Damit fallen

nach Auffassung des Finanzgerichts Baden-Württemberg (FG) in seiner Entscheidung

vom 19.1.2018 auch außergewöhnliche Kosten unabhängig von ihrer

Höhe unter die Abgeltungswirkung. Insofern sind sowohl Aufwendungen für

Sach- als auch für Personenschäden, die auf dem Weg zwischen Wohnung

und erster Tätigkeitsstätte entstehen, durch die Entfernungspauschale

abgegolten. Eine Auslegung etwa dahingehend, dass Personenschäden nicht

von der Abgeltungswirkung erfasst werden, ist nach Auffassung des FG nicht angezeigt.